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Loveparade 2010 - Trauer und Wut in der ganzen Welt
Splitter | 26.07.2010 - 14:30:13
Es sollte ein Fest der Freude werden, aber die nun geht die von Dr. Motte 1989 ins Leben gerufene Ära - Loveparade mit Toten und vielen Verletzten zu Ende. Bei einer Massenpanik im Zugangstunnel zum Festgelände in Duisburg kamen insgesamt 19 Menschen aus aller Welt zu Tode und bis zu 511(!) Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Opfer konnten dem Druck der von allen Seiten schiebenden Leute nicht mehr stand halten und wurden zum Teil zerquetscht oder totgetrampelt. Laut Aussage einiger Sicherheitsexperten, hätte die Veranstaltung nie auf dem Gelände des alten Güterbahnhofes in Duisburg statt finden dürfen. Das Gelände war nur für ca. 250.000 Leute ausgelegt, unsbestätigte Quellen zufolge haben aber bis zu 1,4 Millionen Menschen die Loveparade besucht. Der einzigste Zugang war ein 20m breiter und 40m länger Tunnel.
Die meisten Totesopfer sind vor einer kleinen Treppe unmittelbar vor dem Eingang des Tunnels zu beklagen. Die Opfer hatten wahrscheinlich versucht über eine kleine schmale Treppe den Massen zu entfliehen. Wahrscheinlich ist, das die Verantwortlichen der Statd Duisburg die Sicherheitsrichtlinien für die Veranstaltung heruntergestufft hatten, um sie auf jeden Fall stattfinden zu lassen. Die Staatsanwalt ermittelt seit Sonntag gegen Unbekannt auf Verdacht der fahrlässigen Tötiung. Loveparade-Geschäftsführer Rainer Schaller kündigte an, das nun zukünftig keine Loveparade aufgrund der schlimme Vorkommnisse stattfinden werde.
In tiefer Trauer pilgern die Menschen nun aus allen Teilen der Bundesrepublik und legen Blumen und Kerzen am Ort des Geschehens nieder.
Das gesamte Team von Klub-Kultur spricht den Angehörigen der Opfer sein tiefstes Beileid aus. Wir hoffen das alle Verletzten wieder gesund werden.
Nachtrag:
Wie nun bekannt wurde, hat sich die Anzahl der Todesopfer nun auf 21 erhöht. Zwei Schwerverletzte erlagen ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Derweilen schieben Veranstalter und Kommune noch alle Vorwürfe von sich. Immer mehr Details werden bekannt, die aufzeigen dass eingehende Warnungen von Polizei und Sicherheitsexperten z.T. ignoriert wurden. Auch angekündigte Sicherheistkonzepte wurden vom Team des Veranstalters Rainer Schaller offensichtlich nicht konsequent umgesetzt. Die Ermittlungen der Staatsanwalt dauern noch an.
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